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Praktikumsbericht von Sandra Menzel, Fitness- und Wellness-Coach mit Fachrichtung Tourismus im actiViva Fitness & Wellness-Club, Pulheim und bei Janet DeToia, Selbständige Trainerin Frühjahr 2008
Tätigkeiten während des Praktikums
ActiViva Ich war drei Tage die Woche mit meiner Praktikumspartnerin Anne im ActiViva. Unsere Hauptaufgabe bestand darin zu beobachten, mitzumachen und davon zu lernen. Uns wurde eine Trainerin Namens Lisa zugewiesen, welche uns die 6 Wochen über betreute und bei Fragen immer ansprechbar war. Wie sich nach einer Weile herausstellte, gab es viel zu entdecken und zu erfragen. So fing die ersteWoche im ActiViva noch recht locker an und wir bekamen erstmal eine Studioführung, wobei uns Lisa die einzelnen Räume und Geräte erklärte. Wir durften gleich die Addukktions- und Abduktionsmaschine für die Beine testen und schauten uns eine Einführung eines Mitglieds in die Geräte auf der Trainingsfläche an. Die darauf folgenden Tage besuchten wir Lisa's Vormittagskurse und auch die Kurse einiger anderer Trainer. Hierzu zählen: Pilates, Rückengymnastik, Bodyforming, Step Aerobic und Qi Gong. Des Weiteren begleiteten wir Lisa zu etlichen Terminen. Wir schauten bei Einweisungen in die sehr gefragte "Power Plate" zu, aber auch einige bereits Fortgeschrittene, die dieses Gerät seit einer Weile nutzen, durften wir uns anschauen. Bei der Ausarbeitung von Trainingsplänen für Mitglieder erklärte Lisa detailliert die Gründe für die Auswahl bestimmter Übungen an Geräten oder auf der Matte. Die kommenden Wochen blieb der eigentliche Verlauf ähnlich. Wir besuchten viele Kurse und begleiteten Trainer zu ihren Terminen, die wir als sehenswert empfanden. Wir lernten so noch ein paar Kurse, wie Yoga und Gesichtsmassage kennen und sahen uns eine Behandlung bei der Physiotherapeutin des Studios an. Ihre Patientin war eine Frau mittleren Alters, die sich vor etwa einem Jahr das Handgelenk gebrochen hatte und seitdem an dieser Stelle sehr steif war. Die Physiotherapeutin machte ein paar Mobilisationsübungen mit ihr und gab der Frau noch weitere Übungen für zu Hause mit. Um nicht nur das eigentliche Training zu sehen, sondern auch mal hinter die Kulissen schauen zu können, schickte Lisa uns an einem Tag zu einem Meeting vom Management. Thematik dieses Meetings war die Aufbesserung der Verständigung der Mitarbeiter untereinander, hauptsächlich aber ging es um den "Fitness-Führerschein", den man im ActiViva absolvieren kann. Dabei handelt es sich um Abendkurse, die von den Studio-Mitgliedern besucht werden können und diese dafür zahlen, dass man ihnen vermittelt, wie man richtig und vor allem selbständig trainiert, ohne auf die ständige Hilfe der Trainer angewiesen zu sein. Im Großen und Ganzen erhielt ich einen relativ weiten Einblick in die "Welt" eines Fitnessstudios und war mit der Auswahl im Nachhinein sehr zufrieden.
Janet DeToia Zudem begleitete ich meine Englisch- und Aerobiclehrerin Janet DeToia. In der Regel an Montagen, Freitagen und teilweise auch am Wochenende. Manchmal kam es aber auch vor, dass sie uns an anderen Tagen rief, zuzuschauen, weil sie es für wichtig hielt, es auch mal gesehen zu haben. Wie auch im ActiViva war hier die Devise zuschauen, mitmachen und lernen, wobei bei Frau DeToia das Programm um einiges umfangreicher war. Montagmorgens stieg sie in einem Fitnessstudio in Frechen-Königsdorf mit einem Yogalates-Kurs (eine Mischung aus Yoga und Pilates mit Betonung auf die Dehnung) ein, gefolgt von Spinning oder auch Indoor-Cycling genannt. Hierbei handelt es sich um ein anaerobes Workout, betont auf die Art und Weise der Musik, bei dem man 20-70 % seiner maximalen Herzfrequenz nutzt. Den Tag über durften wir nach Hause fahren und erschienen abends wieder in Hürth in der Badeanstalt "De Bütt" für einen Rückengymnastikkurs im Wasser und zum Aqua-Spinning, was immer eine Menge Spaß brachte. In dem Rückenkurs verwendete Frau DeToia verschiedene Geräte als Hilfsmittel. Es ist ein Training, was hauptsächlich für den Halswirbelbereich, Lendenwirbelsäule, wie auch die Brustwirblesäule vorgesehen ist. Der anschließende Aqua-Spinning- Kurs ähnelt dem "Fahrradfahren" an Land, jedoch kann hier der Widerstand des Fahrrads nicht manuell verstellt werden, sondern nur durch die eigene Kraftanwendung, die man beim Treten aufbringt, passend zur Geschwindigkeit der Musik. Auch hier werden Zusatzgeräte z.B. Gewichte verwendet. Freitagmorgens fand zuerst ein Pilates-Kurs für Fortgeschrittene statt und anschließend ein Herz-Kreislauf-Kurs, indem wir unter anderem Bollywood getanzt haben, um den Kreislauf zu aktivieren und auf einem relativ gleich bleibendem Level zu halten. An den Wochenenden besuchten wir unter anderem eine Pilates-Ausbildung. Ein paar Mal waren wir auch dienstags und mittwochs an ihrer Seite. An den Dienstagen machte Janet DeToia zuerst den Sportunterricht am Nell-Breuning-Berufskolleg in Habbelrath. Mittochs war es immer ein sehr langer Tag, der schon sehr früh in Düsseldorf begann. Dort gab sie Kurse für Herz-Kreislauf-Training, Pilates, Aero-Fitkick (ähnlich wie Taebo), Intervalltraining und Zirkeltraining an Geräten.
Bewertung und Beurteilung der Praktikumstätigkeit Sowohl im Fitnessstudio "ActiViva" als auch bei der freiberuflichen TrainerinJanet DeToia gibt es keine Kritikpunkte. Die 6 Wochen haben gezeigt, dass der zwischenmenschliche Umgang in der allgemeinen Fitnessbranche von sehr hoher Bedeutung ist, um die Mitglieder zu binden. Gerade bei der sehr kontaktfreudigen, aufgeschlossenen Frau DeToia hat sich dieses bestätigt, da alle ihrer Kurse sehr gut besucht waren und einige der Mitglieder bereits seit vielen Jahren kommen. Deutlich zu sehen war auch der hohe Anteil an älteren Menschen, mit denen man zunehmend konfrontiert wird. Bei Fragen während des Praktikums war immer ein Ansprechpartner da und ich empfinde die 6 Wochen rückblickend als Bereicherung für die zukünftige berufliche Karriere. Deshalb würde ich meine Wahl jederzeit genauso treffen und empfehle jedem, sich bestenfalls zwei Stellen zu suchen, um Unterschiede in Trainingsmethoden oder anderen wichtigen Aspekten herausfiltern zu können.
Fazit Zusammengefasst war das erste Praktikum eine lehrreiche Zeit, in der mir viel vermittelt wurde und ich einen guten und umfangreichen Einblick in die Fitnessbranche erhielt. Vorteilhaft fand ich auch die Wahl von zwei unterschiedlichen Praktikumsstellen, um den Kontrast zwischen angestellten Trainern in einem Fitnessstudio und einer selbständigen Trainerin zu sehen. Ich habe dadurch für mich festgestellt, dass ich versuchen werde, auf eine Selbständigkeit hinzuarbeiten, um Entscheidungen möglichst eigenverantwortlich treffen zu können. Zudem ist in der Praktikumszeit der Managementbereich meines Erachtens zu kurz gekommen, in den ich gerne einen tieferen Einblick gehabt hätte. Dennoch habe ich auch über den zwischenmenschlichen Umgang einige wichtige Tipps in Erfahrung bringen können, was sicherlich sehr positiv für die weitere Laufbahn sein wird.
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